Sonntag, 27.06., Matinée 11.00 Uhr
"Klezmer von Odessa bis Paris"
Jüdische Musik und Dichtung
Konzert mit Søren Thies,
Akkordeon und Gesang |
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Ein Dorf erinnert sich Erste Stolpersteinverlegung in der Gemeinde Weimar
Durch die Initiative des Arbeitskreises Landsynaggoge Roth wurden am
Montag, den 10. Mai um 16.30 die ersten Stolpersteine in Roth,
Unter der Linde 1, durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Mit dieser
besonderen Art des Gedenkens wird an das Schicksal der Familie Stern
(Dorfname "Herne Malches") erinnert.
Zur Zeit des Nationalsozialismus lebten in diesem Haus (ehemals Nr.98)
folgende Personen: Berta mit ihren Kindern Toni,Louis und Hugo.
Während Toni als 2. Frau von Markus Roth 1938 in die USA auswanderte,
wurden die übrigen Familienmitglieder am 6. September 1942 nach
Theresienstadt deportiert und später in Auschwitz ermordet.
Toni hat das grausame Schicksal ihrer Familie nie verwunden.
Schüler/ innen der GS Niederwalgern werden aus Briefen lesen, die von
den letzten Jahre dieser Menschen in ihrem Heimatdorf erzählen, von
ihrem Alltag mit seinen Freuden, Sorgen und Nöten.
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"Engagiert euch für die Rechte anderer, nicht nur eure eigenen: ihr könnt etwas verändern!"
Debbie und Leah Roth-Howe zu Gast in Roth und Niederwalgern
von Franziska Lüdtke
Geschichten über den Holocaust gibt es viele. Manche sind wahr, andere fiktiv. Viele enden mit dem Tod oder dem Verschwinden der Protagonisten, einige enden mit der Befreiung aus dem Lager, andere mit Emigration. Gerade jetzt, um den 27. Januar herum laufen die einschlägigen Filme in Kinos und Fernsehen. |
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Seit September letzten Jahres steht eine Gruppe von Schüler/ inne/ n der
Gesamtschule Niederwalgern im regen Austausch mit Leah Roth - Howe, der
Enkelin von Herbert Roth, geboren in Roth, von dort 1938 nach USA
emigriert und heute in Chicago lebend.
Im Rahmen eines Projektes der 8. Klassen erforschten die jungen Menschen
das Leben der jüdischen Familien, die über Jahrhunderte in unserer
Region gelebt haben. Wie selbstverständlich bot sich dabei an, mit den
Nachfahren der Überlebenden per E-mail in Kontakt zu treten.
Jetzt wird durch den Besuch von Leah eine persönliche Begegnung mit
dieser Gruppe möglich. Auf ihrer 3- monatigen Europareise kommt sie
zusammen mit ihrer Mutter, Debbie Roth- Howe, am 23. Januar für 10 Tage
in die Heimat ihres Großvaters.
Die Gesamtschule Niederwalgern mit der Synagoge Roth als
Lernort wird mehrere Termine mit Schüler/ inne/ n der Klassen 8, 9, und
10. für den Dialog mit den beiden Nachfahren der Familie Roth
organisieren.
Gleichzeitig wird die Ausstellung "Vier jüdische Familien aus Roth" in der Mediothek der GSN zu sehen sein.
Auch das Phillipinum und die Elisabethschule in Marburg haben Leah und
Debbie Roth-Howe zu einem Dialog eingeladen.
Außerdem gestaltet der Arbeitskreis Landsynagoge Roth am 27. Januar um
19 Uhr einen Abend zu Ehren der Familie Roth. Neben dem Gespräch mit der
Generation der Kinder und Enkelkinder werden Ausschnitte aus 2 Filmen,
in denen Herbert Roth aus seinem Leben erzählt, in der Synagoge zu sehen
sein. Hierzu sind alle recht herzlich eingeladen!
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Am Mittwoch, 30. September 2009, wurde in der Landsynagoge Roth das Buch
"Die jüdischen Friedhöfe und Familien in Fronhausen, Lohra, Roth" von Barbara Wagner, Friedrich Damrath, Dieter Bertram und Friedemann Wagner
vorgestellt.
Das Buch beinhaltet die Darstellung der Grabsteine auf den drei Friedhöfen und einen Überblick über die jüdische Bevölkerung in den drei Orten im 19. und 20. Jahrhundert.
Anwesend waren die Autoren, Mitglieder des Arbeitskreises Landsynagoge Roth, Dr. Markus Morr, der Presssprecher des Landkreises Marburg-Biedenkopf und politische Vertreter des Landkreises und der betroffenen Gemeinden. Professor Kurt Kliem, Landrat des Kreises Marburg-Biedenkopf von 1985 bis 1996, erläuterte das nun abgeschlossene Buchprojekt. Seine Idee war es, die jüdischen Friedhöfe durch Publikationen vor allem für Überlebende des Holocaust und deren Nachfahren zu erschließen.
Das Buch ist für 15 Euro (plus 5 Euro Versandkosten) über die
Geschichtswerkstatt Marburg e.V., Schwanalle 27-31, 35037 Marburg,
E-Mail:
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oder den Arbeitskreis Landsynagoge Roth zu beziehen.
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